Reste-Eis am Stiel mit Joghurt

Nach langer, langer Zeit hier mal wieder ein Beitrag – passend zu den derzeitigen Temperaturen: Ein Eisrezept! Allerdings gab es hier noch einen anderen Grund, warum ich ständig Eis gemacht habe: Unser Sohn musste vor einigen Wochen ein Antibiotikum nehmen. Damit das klappte und er den komischen Geschmack der Medizin wieder loswurde, gab’s danach immer Eis. Nun greifen Antibiotika ja bekanntermaßen auch die Darmflora an und darum ist es ratsam, Milchsäurebakterien in Form von Joghurt, Pulver aus der Apotheke oder wie auch immer zu sich zu nehmen. Das Pulver aus der Apotheke und den selbstgemachten Joghurt verschmäht er leider gerade, also blieb eine Menge vom Joghurt übrig. Und da kam ich auf die Idee, Eis draus zu machen! Hier die Zutaten:

1/2 kleine gekochte Rote Beete (vakuumverpackte habe ich genommen), 8 kleine Erdbeeren, 2 Bananen, etwas Agavendicksaft und ungefähr 150 g Joghurt ordentlich pürieren. Dann in Eis-am-Stiel-Förmchen füllen und im Tiefkühlschrank gefrieren lassen. Hier hat das für eine 6-er-Form vom Möbelschweden gereicht.

Bei Gelegenheit liefere ich ein Bild nach!

Bis zum nächsten Mal,

Elli

Rückruf Anapen!

Durch Facebook und den DAAB habe ich davon erfahren, und damit noch möglichst viele andere Betroffene das lesen, verlinke ich hier einen wichtigen Artikel: Es geht um den Rückruf eines Anapens. Der unseres Sohnes war betroffen – wir haben den Anapen gestern in der Apotheke aber problemlos umtauschen können.

http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/pharmazie/nachricht-detail-pharmazie/notfall-pen-rueckruf-auch-in-deutschland-amk/

Viele Grüße und bitte schaut nach, ob Ihr/Eure Kinder betroffen seid!

Elli

Notfallset

Heute, nach langer, langer Zeit, gibt es mal wieder einen Beitrag. Diesmal etwas ganz anderes, was aber natürlich auch (sehr!) mit Allergien zu tun hat.

Als hochgradiger Allergiker muss man sein Notfallset immer dabeihaben. Bei unsem Sohn besteht dieses Set aus dem Anapen, Fenistil-Tropfen und Cortison-Tropfen. Dazu noch die Vortex (Inhalierhilfe) mit dem Salbutamol.

Man kann sich auch Taschen bestellen oder anders besorgen, aber ich nähe ganz gern, wenn ich mal dazu komme. Außerdem fand ich den Stoff so passend, dass ich mich auf die Suche nach einem Schnittmuster gemacht habe. Hier habe ich es gefunden und nachgenäht. In diese Tasche passen Anapen und die beiden Tropfen-Fläschchen. Dazu habe ich noch ein kleines Einsteckfach für den Anaphylaxiepass mit eingebaut. Zwischen Futter- und Außenstoff liegt ein thermoisolierendes Vlies, damit der Anapen im Sommer nicht zu warm und im Winter nicht zu kalt wird.

Für die Vortex und das Dosieraerosol habe ich eine Tasche nach dieser Anleitung genäht. Es ist ein ganz normales längliches Täschchen mit angepassten Maßen, sodass Vortex und Salbutamol hintereinander gut reinpassen.

Vielleicht ist das ja eine Anregung für den einen oder anderen nähwütigen Allergiker. Danke natürlich auch hier wieder an die Erstellerinnen der Anleitungen!

Viele Grüße und bis zum nächsten Mal!

Elli

Rückwärtsgerichteter Buggy

Heute gibt’s einen Post, der wahrscheinlich nicht viele Leser betrifft. Dennoch möchte ich ihn schreiben, weil wir damals, als es uns betraf, wirklich ewig gebraucht haben, bis wir eine Lösung gefunden hatten. Vielleicht ist unsere Lösung für die einen oder anderen Eltern von kleinen Kindern hilfreich – was ich sehr hoffe!

Unser Kinderwagen war toll, aber irgendwann war unser Sohn einfach zu groß für ihn. Der Kopf ragte ein ganzes Stück über die Rückenlehne hinaus und wenn es regnete, konnten wir das Verdeck nicht mehr schließen, ohne dass er arg den Kopf einziehen musste. Also musste ein neues Gefährt her. Das große Problem war die Länge der Rückenlehne, denn die ist tatsächlich auch bei sämtlichen Buggys wirklich niedrig – teilweise sogar niedriger als bei unserem normalem Kinderwagen! Und weil unser Sohn viel krank ist/war und wir ihn, als er noch kleiner war, viel rumgeschoben haben, sollte er es auch gemütlich haben. Außerdem wollten wir, weil wir unseren Sohn wegen der schlimmen Allergien ständig im Blick haben müssen und mussten, einen rückwärtsgerichteten Buggy, also einen, in dem er rückwärts fährt und wir ihn die ganze Zeit sehen.

Nach vielem Suchen, Beratenlassen, Umschauen in Foren etc. kamen wir auf einen Buggy, der uns wirklich gute Dienste erwiesen hat und fast alle unsere Kriterien erfüllte. Der Buggy Vue der Firma Baby Jogger. Die Rückenlehne, immerhin 51 cm lang, kann man sowohl vorwärts- als auch rückwärtsgerichtet einstellen, obwohl es sich um einen normalen Faltbuggy handelt. Das war ein guter Ersatz für den Schwenkschieber unseres alten Kinderwagens und damit waren wir sehr zufrieden. Der Buggy ist außerdem mit mehr als 15 kg belastbar; das war auch noch ein Kriterium, denn sämtliche Buggys sind in Deutschland im Normalfall nur bis 15 kg offiziell zugelassen.

Also wer sein Kleinkind nicht mehr im normalen Kinderwagen rumschieben kann/möchte und nach einem kompakteren Buggy sucht, in dem man das Kind trotzdem jederzeit von vorne sieht und damit mögliche Allergiegefährdungen gleich erkennt, dem würde ich auf jeden Fall empfehlen, sich den Vue mal anzuschauen.

Viele Grüße!
Elli

Milch in Nasentropfen – News!

Vor einigen Monaten berichtete ich von einem Allergieanfall, den mein Sohn, der multiple Nahrungsmittelallergien hat, nach der Gabe bestimmter Nasentropfen (Rhinoguttae pro infantibus) bekam. Aufgebracht wie ich war, kontaktierte ich die Pharmafirma und bekam die Antwort, dass Casein drin ist, ohne dass es draufsteht. Allerdings wurde dort nicht eingesehen, dass das doch draufstehen muss!

Weil ich das unverantwortlich Allergikern gegenüber finde, habe ich dann weitere Schritte versucht. Zuerst habe ich es beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) versucht, wo mir gesagt wurde, dass diese Nasentropfen nicht als Arzneimittel, sondern seit einigen Jahren als „Medizinprodukt“ zählen. Damit sei der Hersteller mein Ansprechpartner. Naja, diese Kontaktaufnahme war ja schon mal wenig erfolgreich verlaufen. Nochmal darauf hingewiesen, bekam ich den Rat, mich an die Landesbehörde des Hersteller-Bundeslandes zu wenden (Landesamt für Verbraucherschutz). Auch da wurde ich wieder weiter- oder besser zurückverwiesen, nämlich nun doch an das BfArM, bei dem ich eine Vorkommnismeldung machen solle. Das habe ich getan und bekam zwei Monate später eine Antwort. Eine positive!

Es sei eine Risikobewertung vorgenommen worden, woraufhin dem Hersteller geraten worden sei, das Casein ordentlich zu deklarieren. Der Hersteller wird das wohl auch bis Ende Januar des nächsten Jahres machen.

Da habe ich mich riesig gefreut!!! Endlich ein positives Ergebnis, wovon mein Sohn zwar nicht mehr profitiert, aber hoffentlich andere Allergiker!

Bis zum nächsten Mal!
Elli

Im Krankenhaus mit Nahrungsmittelallergien…

Kürzlich war ich mit unserem Sohn ungeplant im Krankenhaus.

Davon abgesehen, dass die Krankenhaus-Situation generell blöd ist, war die Ernährung besonders schwierig. Am ersten Abend bekam er ein Tablett, auf dem sich eine Scheibe Käse, Streichkäse, normale Margarine, normales Brot und normale Wurst befand. Nun ist er ja hochgradig allergisch auf Kuhmilch, aber auch auf Weizen, Dinkel, Sonnenblumenöl, Senf und so weiter. Wegen des Infektes wollte er sowieso nichts essen, was in dem Fall ein „Glück“ war, denn er hätte auch gar nichts davon essen können und dürfen.

Da kann sich glücklich schätzen, wer in der Nähe liebe Familienangehörige oder Freunde hat, die verträgliches Essen vorbeibringen können. Darum mein Tipp: Habt immer einen Vorrat an verpackten Lebensmitteln zu Hause, die Ihr im Notfall mit ins Krankenhaus nehmen könnt. Bei uns war das Buchweizen-Knäckebrot der Firma Alnavit, kleine Päckchen Hafermilch von Oatly und reine Maiswaffeln. Gut ist auch immer, etwas verträgliches Brot eingefroren zu haben, das dann im Notfall nur aufgetaut werden muss.

Beim Krankenhaus-Essen konnte er nur die Bananen und die Marmeladen-Päckchen (auf denen die Zutaten draufstehen) essen. Zum Glück mussten wir nicht lange bleiben, sonst hätte ich meinen Mann und vor allem meine Mutter, die „seine“ Margarine vorbeibrachte und ihm extra Kartoffelbrei und Möhrchen kochte, noch mehr strapazieren müssen. Ich finde, eigentlich hätte am ersten Krankenhaustag eine Diätassistentin vorbeikommen müssen, denn die Allergien hatten wir gleich am Anfang angegeben. Hoffentlich müssen wir so bald nicht wieder ins Krankenhaus!

Bis zum nächsten Mal und ganz viele Grüße!
Elli

Bioresonanztherapie (1)

Für Nahrungsmittelallergien gibt es bekanntermaßen keine Therapie außer der Meidung der Lebensmittel und einer entsprechenden Notfallbehandlung, aber das zählt ja nicht so richtig.

Von verschiedenen Seiten hörten wir aber von der Bioresonanztherapie, natürlich mit unterschiedlichen Meinungen dazu. Andere Betroffene sprachen von positiven Effekten – zumindest von einer leichten Verbesserung, was schon großartig wäre! -, von professioneller Seite hingegen wird einem nicht viel Hoffnung gemacht. In der Literatur zu Nahrungsmittelallergien liest man immer wieder, dass die Wirkung der Bioresonanztherapie nicht bestätigt werden konnte und sie sogar potentiell gefährlich sei. Jedoch wird sie das aus meiner Sicht nur dann, wenn man sich z. B. als Kuhmilchallergiker blind auf die Wirkung der Bioresonanztherapie verlässt und dann z. B. ein Stück Schokolade isst, ohne auf den Notfall vorbereitet zu sein.

So sehen wir diese Therapie für unseren Sohn nicht: Es ist einfach ein Versuch und ob er anschlägt, werden wir sehen.

Bei der Bioresonanztherapie geht es um Informationen und Schwingungen, die umgekehrt/umgelenkt werden sollen. Wenn wir zu der Therapeutin kommen, bekommt er eine Art „Heizkissen“ (was nicht wärmt, nur so aussieht!) auf den Rücken, das durch eine Leitung mit einem großen Gerät verbunden ist. Wirkt alles etwas mysteriös, aber….

… nach dem ersten Therapietermin hatte unser Sohn einige Tage lang nach jedem Essen sehr deutliche Flecken um den Mund. Er hat also auf jedes Essen, auch auf solches, das er verträgt, allergisch reagiert. Nach einigen Tagen wurde das wieder besser. Das war wohl die Erstverschlimmerung, die man auch aus der Homöopathie kennt.

Also irgendeine Wirkung hat das Ganze! Ob es die erwünschte Verbesserung bringt, wird sich noch zeigen. Ich werde hier auf dem Blog weiter darüber berichten.

Viele Grüße und bis zum nächsten Mal!
Elli