Notfallset

Heute, nach langer, langer Zeit, gibt es mal wieder einen Beitrag. Diesmal etwas ganz anderes, was aber natürlich auch (sehr!) mit Allergien zu tun hat.

Als hochgradiger Allergiker muss man sein Notfallset immer dabeihaben. Bei unsem Sohn besteht dieses Set aus dem Anapen, Fenistil-Tropfen und Cortison-Tropfen. Dazu noch die Vortex (Inhalierhilfe) mit dem Salbutamol.

Man kann sich auch Taschen bestellen oder anders besorgen, aber ich nähe ganz gern, wenn ich mal dazu komme. Außerdem fand ich den Stoff so passend, dass ich mich auf die Suche nach einem Schnittmuster gemacht habe. Hier habe ich es gefunden und nachgenäht. In diese Tasche passen Anapen und die beiden Tropfen-Fläschchen. Dazu habe ich noch ein kleines Einsteckfach für den Anaphylaxiepass mit eingebaut. Zwischen Futter- und Außenstoff liegt ein thermoisolierendes Vlies, damit der Anapen im Sommer nicht zu warm und im Winter nicht zu kalt wird.

Für die Vortex und das Dosieraerosol habe ich eine Tasche nach dieser Anleitung genäht. Es ist ein ganz normales längliches Täschchen mit angepassten Maßen, sodass Vortex und Salbutamol hintereinander gut reinpassen.

Vielleicht ist das ja eine Anregung für den einen oder anderen nähwütigen Allergiker. Danke natürlich auch hier wieder an die Erstellerinnen der Anleitungen!

Viele Grüße und bis zum nächsten Mal!

Elli

Rückwärtsgerichteter Buggy

Heute gibt’s einen Post, der wahrscheinlich nicht viele Leser betrifft. Dennoch möchte ich ihn schreiben, weil wir damals, als es uns betraf, wirklich ewig gebraucht haben, bis wir eine Lösung gefunden hatten. Vielleicht ist unsere Lösung für die einen oder anderen Eltern von kleinen Kindern hilfreich – was ich sehr hoffe!

Unser Kinderwagen war toll, aber irgendwann war unser Sohn einfach zu groß für ihn. Der Kopf ragte ein ganzes Stück über die Rückenlehne hinaus und wenn es regnete, konnten wir das Verdeck nicht mehr schließen, ohne dass er arg den Kopf einziehen musste. Also musste ein neues Gefährt her. Das große Problem war die Länge der Rückenlehne, denn die ist tatsächlich auch bei sämtlichen Buggys wirklich niedrig – teilweise sogar niedriger als bei unserem normalem Kinderwagen! Und weil unser Sohn viel krank ist/war und wir ihn, als er noch kleiner war, viel rumgeschoben haben, sollte er es auch gemütlich haben. Außerdem wollten wir, weil wir unseren Sohn wegen der schlimmen Allergien ständig im Blick haben müssen und mussten, einen rückwärtsgerichteten Buggy, also einen, in dem er rückwärts fährt und wir ihn die ganze Zeit sehen.

Nach vielem Suchen, Beratenlassen, Umschauen in Foren etc. kamen wir auf einen Buggy, der uns wirklich gute Dienste erwiesen hat und fast alle unsere Kriterien erfüllte. Der Buggy Vue der Firma Baby Jogger. Die Rückenlehne, immerhin 51 cm lang, kann man sowohl vorwärts- als auch rückwärtsgerichtet einstellen, obwohl es sich um einen normalen Faltbuggy handelt. Das war ein guter Ersatz für den Schwenkschieber unseres alten Kinderwagens und damit waren wir sehr zufrieden. Der Buggy ist außerdem mit mehr als 15 kg belastbar; das war auch noch ein Kriterium, denn sämtliche Buggys sind in Deutschland im Normalfall nur bis 15 kg offiziell zugelassen.

Also wer sein Kleinkind nicht mehr im normalen Kinderwagen rumschieben kann/möchte und nach einem kompakteren Buggy sucht, in dem man das Kind trotzdem jederzeit von vorne sieht und damit mögliche Allergiegefährdungen gleich erkennt, dem würde ich auf jeden Fall empfehlen, sich den Vue mal anzuschauen.

Viele Grüße!
Elli

Super einfacher Brotaufstrich

Heute habe ich eine Idee für einen ganz einfachen Brotaufstrich, der aus der Not heraus entstanden ist. Da es sich bei meinem Sohn mit gekauften Brotaufstrichen sehr schwierig verhält (er darf weder Milch noch Soja noch Sonnenblumenkerne/-öl essen), haben wir selten „gekauften Brotaufstrich“ da. Denn die eine Sorte, die geht, die mag er nicht. Und da wir grade auch keinen selbstgemachten da hatten (das Rezept folgt bald!), haben wir kurzerhand improvisiert.

Dazu haben wir einfach übriggebliebene, gekochte Möhren vom Mittagessen mit der Gabel zerdrückt und in weiche Margarine gerührt. Fertig war der Brotaufstrich 🙂 wir werden es demnächst noch mit anderem Gemüse probieren; gut vorstellen kann ich mir z.B. Gurke, Kürbis, kleingeschnittene dicke rote Bohnen oder Mais. Und sicherlich geht das ganze auch oder sogar besser (für alle, die keine Stücke mögen) im Mixer. Dann kann man den Aufstrich noch mit Salz und Kräutern würzen und fertig. Da überlistet man sogar kleine Gemüsemuffel!

Bis zum nächsten Mal,

Elli

Im Krankenhaus mit Nahrungsmittelallergien…

Kürzlich war ich mit unserem Sohn ungeplant im Krankenhaus.

Davon abgesehen, dass die Krankenhaus-Situation generell blöd ist, war die Ernährung besonders schwierig. Am ersten Abend bekam er ein Tablett, auf dem sich eine Scheibe Käse, Streichkäse, normale Margarine, normales Brot und normale Wurst befand. Nun ist er ja hochgradig allergisch auf Kuhmilch, aber auch auf Weizen, Dinkel, Sonnenblumenöl, Senf und so weiter. Wegen des Infektes wollte er sowieso nichts essen, was in dem Fall ein „Glück“ war, denn er hätte auch gar nichts davon essen können und dürfen.

Da kann sich glücklich schätzen, wer in der Nähe liebe Familienangehörige oder Freunde hat, die verträgliches Essen vorbeibringen können. Darum mein Tipp: Habt immer einen Vorrat an verpackten Lebensmitteln zu Hause, die Ihr im Notfall mit ins Krankenhaus nehmen könnt. Bei uns war das Buchweizen-Knäckebrot der Firma Alnavit, kleine Päckchen Hafermilch von Oatly und reine Maiswaffeln. Gut ist auch immer, etwas verträgliches Brot eingefroren zu haben, das dann im Notfall nur aufgetaut werden muss.

Beim Krankenhaus-Essen konnte er nur die Bananen und die Marmeladen-Päckchen (auf denen die Zutaten draufstehen) essen. Zum Glück mussten wir nicht lange bleiben, sonst hätte ich meinen Mann und vor allem meine Mutter, die „seine“ Margarine vorbeibrachte und ihm extra Kartoffelbrei und Möhrchen kochte, noch mehr strapazieren müssen. Ich finde, eigentlich hätte am ersten Krankenhaustag eine Diätassistentin vorbeikommen müssen, denn die Allergien hatten wir gleich am Anfang angegeben. Hoffentlich müssen wir so bald nicht wieder ins Krankenhaus!

Bis zum nächsten Mal und ganz viele Grüße!
Elli

Kuhmilch in Flüssigseife…

Wir haben kürzlich leider die Erfahrung machen müssen, dass in der Cremeseife Olive von Isana (Rossmann) Kuhmilch drin ist.

Vorn steht tatsächlich drauf „mit Milchprotein“, aber ich hatte gedacht, das ist irgendetwas chemisch Zusammengesetztes, was uns nicht gefährlich werden kann. Und die „Sodium Lactate“, die in der Inhaltsstoffliste stehen, sind laut Google-Recherche nicht relevant für Milchallergiker, weil sie nur was mit Milchsäure zu tun haben. Ich hatte aber folgendes übersehen: „Sine Adipe Lac“. Habe nach dem Allergieanfall unseres Sohnes wieder gegoogelt und rausgekriegt: Das ist eine Bezeichnung für fettfreie Milch.

Also: Cremeseife Olive von Isana ist nichts für Kuhmilchallergiker. Habt Ihr auch so eine bittere Erfahrung mit Kosmetik- oder Hautpflegeartikeln, die Kuhmilch enthalten, machen müssen?

Bis zum nächsten Mal,
Elli