Rückwärtsgerichteter Buggy

Heute gibt’s einen Post, der wahrscheinlich nicht viele Leser betrifft. Dennoch möchte ich ihn schreiben, weil wir damals, als es uns betraf, wirklich ewig gebraucht haben, bis wir eine Lösung gefunden hatten. Vielleicht ist unsere Lösung für die einen oder anderen Eltern von kleinen Kindern hilfreich – was ich sehr hoffe!

Unser Kinderwagen war toll, aber irgendwann war unser Sohn einfach zu groß für ihn. Der Kopf ragte ein ganzes Stück über die Rückenlehne hinaus und wenn es regnete, konnten wir das Verdeck nicht mehr schließen, ohne dass er arg den Kopf einziehen musste. Also musste ein neues Gefährt her. Das große Problem war die Länge der Rückenlehne, denn die ist tatsächlich auch bei sämtlichen Buggys wirklich niedrig – teilweise sogar niedriger als bei unserem normalem Kinderwagen! Und weil unser Sohn viel krank ist/war und wir ihn, als er noch kleiner war, viel rumgeschoben haben, sollte er es auch gemütlich haben. Außerdem wollten wir, weil wir unseren Sohn wegen der schlimmen Allergien ständig im Blick haben müssen und mussten, einen rückwärtsgerichteten Buggy, also einen, in dem er rückwärts fährt und wir ihn die ganze Zeit sehen.

Nach vielem Suchen, Beratenlassen, Umschauen in Foren etc. kamen wir auf einen Buggy, der uns wirklich gute Dienste erwiesen hat und fast alle unsere Kriterien erfüllte. Der Buggy Vue der Firma Baby Jogger. Die Rückenlehne, immerhin 51 cm lang, kann man sowohl vorwärts- als auch rückwärtsgerichtet einstellen, obwohl es sich um einen normalen Faltbuggy handelt. Das war ein guter Ersatz für den Schwenkschieber unseres alten Kinderwagens und damit waren wir sehr zufrieden. Der Buggy ist außerdem mit mehr als 15 kg belastbar; das war auch noch ein Kriterium, denn sämtliche Buggys sind in Deutschland im Normalfall nur bis 15 kg offiziell zugelassen.

Also wer sein Kleinkind nicht mehr im normalen Kinderwagen rumschieben kann/möchte und nach einem kompakteren Buggy sucht, in dem man das Kind trotzdem jederzeit von vorne sieht und damit mögliche Allergiegefährdungen gleich erkennt, dem würde ich auf jeden Fall empfehlen, sich den Vue mal anzuschauen.

Viele Grüße!
Elli

Milch in Nasentropfen – News!

Vor einigen Monaten berichtete ich von einem Allergieanfall, den mein Sohn, der multiple Nahrungsmittelallergien hat, nach der Gabe bestimmter Nasentropfen (Rhinoguttae pro infantibus) bekam. Aufgebracht wie ich war, kontaktierte ich die Pharmafirma und bekam die Antwort, dass Casein drin ist, ohne dass es draufsteht. Allerdings wurde dort nicht eingesehen, dass das doch draufstehen muss!

Weil ich das unverantwortlich Allergikern gegenüber finde, habe ich dann weitere Schritte versucht. Zuerst habe ich es beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) versucht, wo mir gesagt wurde, dass diese Nasentropfen nicht als Arzneimittel, sondern seit einigen Jahren als „Medizinprodukt“ zählen. Damit sei der Hersteller mein Ansprechpartner. Naja, diese Kontaktaufnahme war ja schon mal wenig erfolgreich verlaufen. Nochmal darauf hingewiesen, bekam ich den Rat, mich an die Landesbehörde des Hersteller-Bundeslandes zu wenden (Landesamt für Verbraucherschutz). Auch da wurde ich wieder weiter- oder besser zurückverwiesen, nämlich nun doch an das BfArM, bei dem ich eine Vorkommnismeldung machen solle. Das habe ich getan und bekam zwei Monate später eine Antwort. Eine positive!

Es sei eine Risikobewertung vorgenommen worden, woraufhin dem Hersteller geraten worden sei, das Casein ordentlich zu deklarieren. Der Hersteller wird das wohl auch bis Ende Januar des nächsten Jahres machen.

Da habe ich mich riesig gefreut!!! Endlich ein positives Ergebnis, wovon mein Sohn zwar nicht mehr profitiert, aber hoffentlich andere Allergiker!

Bis zum nächsten Mal!
Elli

Kuhmilch in Flüssigseife…

Wir haben kürzlich leider die Erfahrung machen müssen, dass in der Cremeseife Olive von Isana (Rossmann) Kuhmilch drin ist.

Vorn steht tatsächlich drauf „mit Milchprotein“, aber ich hatte gedacht, das ist irgendetwas chemisch Zusammengesetztes, was uns nicht gefährlich werden kann. Und die „Sodium Lactate“, die in der Inhaltsstoffliste stehen, sind laut Google-Recherche nicht relevant für Milchallergiker, weil sie nur was mit Milchsäure zu tun haben. Ich hatte aber folgendes übersehen: „Sine Adipe Lac“. Habe nach dem Allergieanfall unseres Sohnes wieder gegoogelt und rausgekriegt: Das ist eine Bezeichnung für fettfreie Milch.

Also: Cremeseife Olive von Isana ist nichts für Kuhmilchallergiker. Habt Ihr auch so eine bittere Erfahrung mit Kosmetik- oder Hautpflegeartikeln, die Kuhmilch enthalten, machen müssen?

Bis zum nächsten Mal,
Elli